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Nachschulungen bei INFAR

Wen betrifft die Nachschulung für alkoholauffällige KraftfahrerInnen?

Nachschulungen für alkoholauffällige KraftfahrerInnen betreffen in erster Linie all jene, die mit über 1,2 Promille Alkohol im Blut von der Polizei angehalten werden oder die einen Alkoholtest verweigern. Bei ProbeführerscheinbesitzerInnen ist eine Alkoholisierung von über 0,1 Promille Blutalkohol ausschlaggebend. Mehrfache Alkoholauffälligkeit kann ebenfalls Grund für die Zuweisung zu einer Nachschulung sein. Die Nachschulung wird von der Führerscheinabteilung der Bezirkshauptmannschaft oder dem Verkehrsamt der Polizeidirektion angeordnet.

 

Wen betrifft die Nachschulung bei besonderen Verkehrsdelikten?
Nachschulungen können von der Behörde auch bei bestimmten schwerwiegenden Verkehrsdelikten angeordnet werden. Dazu zählen unter anderem folgende Verkehrsdelikte: das Lenken eines Kraftfahrzeuges unter einer Beeinträchtigung von Sucht- oder Arzneimitteln (beispielsweise bei Drogeneinfluss), oder Kraftfahrzeugslenker die verkehrsauffällig wurden. Das bedeutet wenn wegen eines Verstoßes gegen Verkehrsvorschriften die Lenkberechtgung entzogen wurde. Dabei gelten für Probeführerscheinbesitzer gesonderte Regelungen. Die Nachschulung wird von der Führerscheinabteilung der Bezirkshauptmannschaft oder dem Verkehrsamt der Polizeidirektion angeordnet.

Was sind Inhalte bzw. Ziele der Nachschulung?
Ziel der Nachschulung für alkoholauffällige KraftfahrerInnen ist es, sich mit dem Thema Alkohol im Straßenverkehr auseinander zu setzen. Die TeilnehmerInnen erfahren Hintergründe der Auswirkungen des Alkohols wie auch anderer Risikofaktoren auf das Fahrverhalten.
Ziel der Nachschulung bei verkehrsauffälligen KraftfahrerInnen ist die Auseinandersetzung mit ihrem Fahrverhalten. Insbesondere wird auf die Einstellung zu anderen Verkehrsteilnehmern eingegangen. Speziell soll dadurch eine Förderung des Risikobewusstseins und die Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung sowie eine Verbesserung der Gefahrenerkennung bewirkt werden. Dabei sollen sich KursteilnehmerInnen mit den persönlichen Voraussetzungen ihres Fehlverhaltens auseinander setzen.

 

Ziel der Nachschulung bei sonstiger Problematik ist es, dass KursteilnehmerInnen sich mit den Gefahren von bewusstseinsverändernden und verhaltensbeeinträchtigenden Substanzen (Drogen, Medikamente) im Straßenverkehr auseinandersetzen. Motive und Probleme für den Missbrauch werden aufgezeigt, wobei sich KursteilnehmerInnen mit der Rolle und Funktion von Drogen im ihrem eigenen Leben auseinandersetzen. Dabei werden individuelle Lösungsmöglichkeiten für künftige Vorfallsfreiheit erarbeitet.
Ziel der Nachschulung zum Vormerksystem ist es, dass KursteilnehmerInnen sich rechtzeitig mit ihrem Fahrverhalten auseinanderzusetzen. Es handelt sich dabei um eine kürzere Nachschulung mit zwei Gruppensitzungen. Je nach Thematik des vorgeschriebenen Kurses wird beispielsweise auf eine Förderung des Risikobewusstseins oder auch auf Auswirkungen von Alkohol im Straßenverkehr eingegangen.

Indem sich Verkehrsteilnehmer verschiedener Verhaltensmuster bewusst werden, können von den KursteilnehmerInnen bei allen drei Kursarten Strategien entwickelt werden, die in Zukunft besser vor Rückfällen schützen. Begleitend zu unseren Kursen erhalten alle KursteilnehmerInnen das INFAR Kurshandbuch für Nachschulungen mit dem Titel "Mit Sicherheit ohne Promille".

Wie ist der Ablauf der Nachschulung organisiert?
Es finden vier Kurssitzungen mit ca. zehn TeilnehmerInnen, verteilt auf mindestens 22 Tage, statt. Eine Kurssitzung dauert etwa drei Stunden. Voraussetzung für den Erhalt einer Kursbestätigung ist die aktive Teilnahme am Kurs. Es gibt jedoch keine Prüfung. Wir bitten Sie, bei der Anmeldung im Sekretariat Ihrer INFAR Landesstelle den gewünschten Kursort bekannt zu geben.

Brauche ich auch eine verkehrspsychologische Untersuchung?
In manchen Fällen wird von der zuständigen Behörde neben der Nachschulung auch eine verkehrspsychologische Untersuchung angeordnet. Hier finden Sie dazu mehr Informationen.

Wo kann ich mich anmelden?
Sie können Ihr Anmeldeformular, welches Sie von der Behörde erhalten haben, auf dem Postweg an die INFAR Landesstelle oder mittels Fax an uns senden, sich telefonisch, mit SMS, mit E-Mail oder auch Online auf der Website der INFAR Landesstelle anmelden. Die Kontaktdaten zu INFAR in Ihrer Nähe finden sie hier.

 

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